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Macht und Ohnmacht

Ich bin überrascht, welche Assoziationen und Emotionen das Wort ‚Macht‘ bei Menschen im Kontext Organisation auslöst. Ein diffus unangenehmes Gefühl macht sich bei Teilnehmern in einem Workshop breit: Worte wie Anordnung, Drohung, Zwang und Gewalt können von einzelnen kaum differenziert wahrgenommen werden. In bestimmten Situationen die eigene Ohnmacht oder gar Hilflosigkeit anzuerkennen, fällt schwer, ist aber noch leichter verdaulich als Macht.
Es gilt m.E. die Begriffe Macht und Gewalt gut zu trennen und Macht im Kontext Organisation wertneutral im Sinne von „in der Lage etwas zu machen“ aufzufassen.
Interessanter Weise erlebe ich immer öfter, dass sowohl Menschen in Führungspositionen als auch Geführte sich machtlos bis ohnmächtig erleben. Als erster Schritt heraus zeigt sich, dass es gilt, die Situation zunächst wahrzunehmen, statt zu leugnen. Sofort zeigen sich Möglichkeiten zum Handeln und Gestalten, wenn das unordentliche Gefühl benannt, eingeordnet und ‚aufgeräumt‘ wird.

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